Geschichte - Teil 2

 

Und wann habt ihr zum ersten mal richtig geprobt? interview3
Das war an einem Samstag, Februar 1993. Da haben wir vier uns dann getroffen und die ersten Lieder, "Flathead" und "Asthmatika" - hm - kreiert. ?Damals hatten wir noch gar keinen Bandnamen. Und da der Bandname kurz und prägnant wie ein Schlagwort sein sollte und der Weigel vor lauter schwachsinnigen Wortkonstruktionen nur so strotzte, war ein Name schnell gefunden. TUMOR - kurz, prägnant und ein bisschen uäh.

 

Und das erste Konzert?
Das erste Konzert hatten wir als Vorgruppe in Ober Erlenbach zusammen mit "Kackreiz" und "Selbstverstümmelt". Wir spielten alle unsere Lieder - sechs Stück. Eintritt kostete eine Mark. 27 Mark haben wir verdient - die hat der Weigel dann in der Disco versoffen!

 

 

Was war denn mit dem Müller?
interview4Ach, der hatte einfach nicht den richtigen Trieb und stieg deshalb Ende ‘93 schon wieder aus. Da haben wir dann halt zu dritt weitergemacht. Aber das war damals eh egal - da kam es eher auf die Bühnenshow an als auf die Musik, die damals noch richtig schlecht war.
Irgendwann kam dann auch die Sache mit den Showelementen auf, um die Stimmung anzuheizen. Purzelbaumwettbewerb, Teebeutelweitwerfen und so. Heute funktioniert das alles nicht mehr. Heute wollen die Leute die Lieder hör’n und tanzen. Die Lieder sind ja auch um klassen besser als damals und wir können inzwischen alle unsere Instrumente spielen.

 

Zurück zur Geschichte. Wie ging es denn weiter?
Ein neues Kapitel brach irgendwann 1995 an, als wir wieder zum Quartett aufquollen: der Daniel schleppte einen zweiten Gitarristen an, den Norbert Schikola.
Ich kann mich noch an den ersten Auftritt mit ihm erinnern, das war Fasching ‘96. Da war er nach dem Konzert erstmal frustriert, weil der Weigel so viel gesoffen und dummgeschwätzt hatte, daß wir nur fünf Lieder gespielt haben.

 

Und dann ging’s ja bei euch los mit dem Schlagzeugerwechseln!
interview5Jo! Irgendwie schien es seit Sommer '96, daß der Daniel nicht mehr richtig Lust zu spielen hatte. Im September redeten wir dann mit ihm und kamen überein, daß er bis Ende '96 Pause machte. Einen "Aushilfsschlagzeuger" hatten wir bereits gefunden: Thomas Gottwald, der spielte in der Band, die mit uns ihren Proberaum teilte. Manchmal jammte er dann mit uns, und er war viel besser als der Daniel. Der Thomas blieb dann erstmal bei uns.

 

Und mit ihm habt ihr dann “Ganz normaler SCHWACHSINN!” aufgenommen?
Haben wir. Aber davor hat sich der Weigel noch die Hand gebrochen, als wir schon mit den Vorbereitungen zur CD beschäftigt waren - die war gottseidank schnell verheilt - und nachdem dem Weigel seine Hand verheilt war, haben wir dann im Frühjahr 1997 unsere erste CD "Ganz normaler SCHWACHSINN!" aufgenommen. ?Die haben wir dann am 2. September beim Konzert im Spritzehaus in Sachsenhausen vorgestellt.
Da die Cover noch nicht fertig waren, haben wir 20 Farbkopien genommen, die wir in schweißtreibender Arbeit selbst geklebt hatten.

 

Raritäten!
Ja, ha ha! Und am 6. März 1998 haben wir unser fünfjähriges Jubiläum im Jugendzentrum Köppern gefeiert. Dafür haben wir unseren treuen Fans zehn Paletten Bier spendiert. Fragt nicht, wie das JUZ nach dem Konzert aussah.

 

Joomla templates by a4joomla